Interview mit Hellmuth Frey (MeRegio)
Im Gespräch erläutert Hellmuth Frey, Projektleiter der E-Energy-Modellregion Baden, die Besonderheiten des Projekts MeRegio, welche Ziele das Projekt verfolgt undwelche technischen Komponenten zum Einsatz kommen.
Welche Ziele verfolgt IhrModellprojekt?
Im Rahmen des Projekts möchten wir für die Modellregion im Großraum Karlsruhe/Stuttgart zeigen, dass durch die intelligente Verknüpfung von technischem Energiemanagement mit innovativer IKT ein Aufbruch vom heutigen Energieversorgungssystem zu „Minimum Emission Regions“ möglich ist. Darunter verstehen wir Regionen, die sich durch Treibhausgasemission optimierte Energieversorgungssysteme auszeichnen. Besondere Berücksichtigung findet dabei das Thema Elektromobilität,weil es alle im Kontext relevanten Aspekte umfasst.
Was ist das Besondere an MeRegio?
Ein wichtiger Bestandteil dieses Projekts ist die Entwicklung eines Zertifikats für „Minimum Emission Regions“ und die anschließende Zertifizierung, die wir in der Modellregion beispielhaft durchführen möchten. Zusätzlich erstellt unser Projektkonsortium einen Maßnahmenkatalog und berät Regionen dabei, wie sie ihre Energieeffizienz verbessern können. In Simulationen sollen darüber hinaus unterschiedliche Konzepte und Strategien genauer betrachtet und analysiertwerden.
Welche technischen Komponentenwerden in Ihrem Modellprojekt entwickelt?
Die EnBW hat bereits 2.000 Pionierkunden mit intelligenten Stromzählern und Benutzerapplikationen ausgestattet. Dieses Systemsoll im Rahmen des Projekts eingesetzt und weiter entwickelt werden. Derartige Systeme können künftig als Teil eines neuartigen Energiemanagementsystems eingesetzt werden, welches zur Steuerung von Verbrauchern und dezentralen Anlagen dient. Ein Beispiel hierfür sind so genannte Gebäudeautomatisierungssysteme, die Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Beleuchtungsanlagen kontrollieren und zusätzlich für die Gebäudesicherheit sorgen.
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