Aachen entwickelt das Mobilitätskonzept der Zukunft - Erfolgreiche Auftaktveranstaltung zum Projekt "Smart Wheels"
Am 08. Oktober fand im SuperC-Zentrum der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Smart Wheels“ statt. Während der Zeitdruck zum effizienten Umgang mit Energie und zu mehr Umweltbewusstsein wächst, erforscht und entwickelt man in Aachen das Mobilitätskonzept der Zukunft –„Mit moderner Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zur Elektromobilität“. Zahlreiche Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie Forschung und Entwicklung waren vor Ort, als der designierte Aachener Oberbürgermeister, Marcel Philipp, die Veranstaltung eröffnete. Wie Elektromobilität zu mehr Umweltschutz und einem optimierten Lastmanagement führen kann, wurde dem interessierten Auditorium in Aachen präsentiert.
Der Elektroroller, das Elektroauto made in Aachen und die zugehörige Ladestation am Eingang des SuperCs wiesen den Weg. Rund 140 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Entwicklung sowie der Automobilindustrie informierten sich hier über das Mobilitätskonzept der Zukunft. Vorträge zur Nutzung moderner IKT für Elektromobilität, zur Integration der Elektromobilität in das Internet der Energie sowie die Infrastruktur der Stadtwerke und zum Projekt „Smart Wheels“ zeigten die Entwicklungen eines neuen Marktes, der sich formiert. Geführt von der FEV Motorentechnik und moderiert von Dr. Christoph Bollig, boten die Partner der“ Smart Wheels“ Initiative eine Informationsplattform, die ihresgleichen sucht.
„Nur mit moderner IKT lassen sich die notwendigen Grundlagen für die Mobilität der Zukunft schaffen“, erklärte Dr. Andreas Goerdeler vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. „Die heutigen Automobile sind voller moderner Technik, dies wird sich auch im Hinblick auf das Elektroauto nicht ändern.“ Neue Herausforderungen bezüglich Fahrzeugtechnik, Batterietechnik, Ladeinfrastruktur, Netzintegration, verschiedener Nutzungskonzepte und anderer Rahmenbedingen sind nur durch moderne IKT handhabbar.
Was sich hinter dem Projekt „Smart Wheels“ verbirgt und wer an diesem beteiligt ist, erläuterte Dr. Peter Wolters von der FEV Motorentechnik und zugleich Konsortialführer des Projekts. „Smart Wheels“ setzt auf die Entwicklung und Erforschung von Geschäftsmodellen und konvergenten IKT-Diensten zur Verbreitung von Elektromobilität durch die Integration in das „Internet der Energie“ und die Infrastruktur von Stadtwerken.
Dass die Nutzung von Elektromobilität nicht zu einer Einschränkung in den üblichen Lebensgewohnheiten führt, stellte Peter Laing vom Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. an der RWTH Aachen vor. Kommt es zu einer Integration der Elektromobilität in das „Internet der Energie“ und werden Herausforderungen wie Abrechnung, Roaming, Regelleistung und Reichweite gemeistert, lässt sich die Elektromobilität ohne Einschränkungen im alltäglichen Leben nutzen.
„Elektromobilität bietet die Alternative zu verknappten, fossilen Kraftstoffen“, so Andreas Pfeiffer von der Stadtwerke Aachen AG. Elektromobilität, sowohl bezogen auf Kraftfahrzeuge als auch auf Krafträder, kann schon heut den (Um-) Einstieg in „neue“ multimodale Verkehrskonzepte im innerständischen Verkehr bieten. Die Erprobung und Analyse einer IKT- unterstützten Integration der Elektrofahrzeuge in die Infrastruktur der Stadtwerke wird ab Mitte 2010 in der Region in und rund um Aachen durchgeführt.
Die Auftaktveranstaltung zum Projekt war erst der Beginn. Weitere Veranstaltungen, die über den Projektfortschritt berichten, werden folgen. „Deutschland muss sich im internationalen Wettbewerb stark aufstellen“, so Dr. Andreas Goerdeler. „Smart Wheels“ kann dabei helfen. Eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen bis 2020 heißt das Ziel.
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Weitere Informationen:
Zur Webseite von Smart Wheels

