Fachgespräch "IKT-basiertes Energie-Hybridnetz der Zukunft"

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Fachgespräch "IKT-basiertes Energie-Hybridnetz der Zukunft"

PRESSEMITTEILUNG

29.11.2011 / Berlin

Fachgespräch "IKT-basiertes Energie-Hybridnetz der Zukunft"

Das Thema Smart Grid und diesbezügliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben weltweit an Bedeutung gewonnen. Sie machen deutlich, dass die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) einen zentralen Beitrag für die Energiewende leisten können. Im Kern geht es um die Erhaltung der Systemstabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Energieversorgung bei einem zunehmenden Anteil von wetterabhängigen und dezentralen Energieeinspeisungen. Zur Beschleunigung und Verstärkung entsprechender Aktivitäten hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit der Ausschreibung des Leuchtturmprojekts "E-Energy: IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" bereits frühzeitig im April 2007 geeignete Forschungsinitiativen in Deutschland aufgegriffen. Sie werden vom BMWi und BMU bis zum Jahr 2013 mit rd. 60 Mio. Euro gefördert.

Derzeit weisen Experteneinschätzungen und Analysen aus Wirtschaft und Wissenschaft zunehmend darauf hin,, dass die Ausschöpfung des Potenzials der IKT für die Energiewende nicht an den Grenzen des Stromsystems Halt machen darf. Dabei wird deutlich gemacht, dass der gesamte Bereich der Energieversorgung von den Stromnetzen über die Gas- und Wärmenetze bis hin zu den Tankstellen in Augenschein genommen werden muss, damit die große Innovationskraft der IKT für die Erreichung der Ziele der Energiewende umfassend zur Geltung gebracht werden kann. Im Kern geht es darum, das gesamte Energiesystem (und nicht nur eine spezielle Sparte) zu einem intelligenten Energie-Hybridsystem so digital zu verknüpfen und mit Hilfe der IKT so zu betreiben, dass nicht nur ein Höchstmaß an Umweltverträglichkeit, sondern auch an Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und gesellschaftlicher Akzeptanz sichergestellt werden kann. Zur Entwicklung und Erprobung der hierfür erforderlichen spartenübergreifenden Systemintelligenz und Vernetzungs-architektur müssen neue FuE-Fragen beantwortet und entsprechende IKT-Lösungen für neue Technologien, Infrastrukturen und Anwendungen gefunden werden. In enger Verbindung damit muss ggf. auch der rechtliche Rahmen angepasst bzw. fortentwickelt werden.

Das BMWi greift diese neue Entwicklung konstruktiv auf. In einem vielfältigen Dialog mit der Fachwelt wurden bereits erste Ansatzpunkte für einen möglichen Handlungsbedarf im Bereich der IKT-Förderung herausgearbeitet. So wurde z.B. gemeinsam mit dem BDEW und mit Unterstützung von BITKOM, ZVEI und acatech am 29. November 2011 ein Fachgespräch "IKT-basiertes Energie-Hybridnetz der Zukunft" mit ausgewählten Erfahrungs- und Entscheidungs-trägern durchgeführt. Die Ergebnisse dieses Expertengespräches sind nachfolgend zusammengestellt und werden in die weiteren Entscheidungen und Diskussionen einfließen.

 


Vorträge

IKT-basiertes Energie-Hybridnetz der Zukunft (Agenda)

 

VORWEG GEHEN (Dr. Andreas Breuer, RWE Deutschland AG)

 

Notwendigkeit und Bedeutung der Integration von Energiesystemen zum Energiehypernetz (Prof. Dr. Jürgen Schmid, u.a., Fraunhofer, ZSW)

 

Anforderungen an die Systemintelligenz von Energie-Hybridnetzen (Harald Noske, Technischer Direktor Stadtwerke Hannover AG)

 

Anforderungen an die Systemintelligenz von Energie -Hybridnetzen (Dr. Frieder Schmitt, Leiter Technologie und Innovation, MVV Energie AG, Mannheim)

 

Anforderungen an und Potenziale von Hybridnetzen (Gert Müller-Syring, DBI GUT)

 

IKT für das Hybridnetz der Zukunft (Dr. Jörg Hermsmeier, EWE AG)

 

IKT Herausforderungen der Hybridnetze (Dr. Christoph Mayer, OFFIS Energie)

 

Hybridnetz: Geschäftsmodelle und Prozesse (Orestis Terzidis, Karlsruher Institut für Technologie)

 

Vom Querverbund zum Hybridnetz (Volker Knack, ABB AG)

 

acatech-Aktivitäten zu Smart Grids (Prof. Dr. Dr. h.c. H.-Jürgen Appelrath, acatech)