Elektromobilität und intelligente Netze - Deutschland und Japan vereinbaren engere Zusammenarbeit

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Elektromobilität und intelligente Netze - Deutschland und Japan vereinbaren engere Zusammenarbeit

PRESSEMITTEILUNG

17.11.2011 - 18.11.2011

Elektromobilität und intelligente Netze - Deutschland und Japan vereinbaren engere Zusammenarbeit

Gerade nach der Katastrophe von Fukushima muss Japan Energie sparen und die erneuerbaren Energien ausbauen. Elektrofahrzeuge und so genannte "smart grids" bieten dafür interessante Ansätze. Deutsche und japanische Experten - darunter Jens Brinckmann vom Bundeswirtschaftsministerium sowie Ludwig Karg, Leiter der Begleitforschung für E-Energy und IKT für Elektromobilität - diskutierten in Tokyo über Erfahrungen aus Modellprojekten, neue Marktmechanismen, technische Anforderungen und politische Strategien zum Ausbau der Elektromobilität.

Mit einer gemeinsamen Abschlusserklärung ging am 18. November in Tokyo das vierte Deutsch-Japanische Umweltdialogforum zu Ende. Der Einladung von Bundesumweltministerium (BMU), der Deutschen Bundesumweltstiftung (DBU) und der japanischen New Energy and Industrial Technology Organisation (NEDO) folgten unter anderem Vertreter von Toyota und BMW, Panasonic, Siemens, NTT docomo, Toshiba und Evonik Industries sowie aus dem Forschungsbereich das National Institute of Advanced Industrial Sience and Technology (AIST), das Heat Pump & Thermal Storage Technology Center of Japan. Deutschland wurde unter anderem vertreten durch das BMWi, die Technische Universität München, das Öko-Institut und B.A.U.M. Consult.

Vor mehr als 200 deutschen und japanischen Teilnehmern vereinbarten beide Seiten, den Informationsaustausch auf Expertenebene im Bereich Elektromobilität und "smart communities" fortzuführen. Von besonderem Interesse sind dabei Demonstrationsprojekte, die Integration von Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien. Möglichkeiten für bilaterale Kooperationen werden geprüft. Konkrete Gespräche dazu fanden bereits während des Forums statt.

Unternehmen, Haushalte und Stromanbieter müssen sich von der Einbahnstraße zwischen Stromerzeuger und Konsumenten verabschieden so das gemeinsame Fazit der Veranstaltung. Die Erzeuger und Verbraucher sollten vielmehr aktiv in intelligente Energienetzwerke eingebunden werden. "Im Hinblick auf Energieversorgung und Klimaschutz spielt der Verkehr eine Schlüsselrolle", so Hubert Steinkemper, Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium. "Mobilität und Energie müssen wir als eine Einheit betrachten. Elektroautos und Strom aus Wind und Sonne sind ideale Partner. Elektrofahrzeuge fahren dadurch emissionsfrei und helfen als flexible Verbraucher zugleich, Strom aus erneuerbaren Quellen leichter einzuspeisen."

Jens Brinckmann (BMWi) berichtete über die Aktivitäten des Wirtschaftsministeriums im Bereich Smart Energy. Er verwies insbesondere auf die guten Ergebnisse der E-Energy Modellprojekte. (Die Präsentation zum Vortrag finden Sie in der rechten Spalte)

Ludwig Karg (B.A.U.M.) berichtete in seinem Vortrag von den Erfahrungen der Deutschen Modellprojekte zu IKT für Elektromobilität. Er legte dabei einen Schwerpunkt auf die Möglichkeiten der Integration von Mobilitäts- und Energienetzen. (Die Präsentation zum Vortrag finden Sie in der rechten Spalte)

In Einzelgesprächen wurden Möglichkeiten für Kooperationsprojekte zwischen Japan und Deutschland ausgelotet. Von besonderem Interesse sind dabei Demonstrationsprojekte für die Integration von Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien. Konkrete Gespräche dazu fanden bereits während des Forums statt. Inzwischen haben bereits erste japanische Delegationen potenzielle Partner in Deutschland besucht.

Beschlossen wurde, das Deutsch-Japanische Umweltdialogforum 2012 in Berlin zu einem ähnlichen Thema fortzuführen.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Andreas Jossen (TU München), Eiji Ohira (NEDO), Ludwig Karg (Geschäftsführer B.A.U.M.), Yutaka Matsumoto (Toyota Motor Corporation), Hiroshi Watanabe (Geschäftsführer NEDO)


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